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Erfa Tagung 2016 - 29. November 2016

Die Erfa Tagung 2016 fand am 29.11.2016 um 14:00 im Gemeindesaal an der Alten Winterthurerstrasse 31 (Restaurant zum Doktorhaus) in Wallisellen statt. 

Unter dem Titel 'In der Zange der neuen Technologien und der alten Kostenstruktur' wurden Themen wie Beschaffung und Kosten, ein Ausblick auf neue Technologien ('Industrie 4.0') und den IT-Arbeitsplatz der Zukunft, Informatiksicherheitsverordnung 3.0 - Wo sind wir betroffen? behandelt.

Detailprogramm der ERFA Tagung 2016
  • Begrüssung durch die Gemeinde Wallisellen - Projekt OSI (Server-Outsourcing)
    Gemeinderat Jürg Niederhauser
  • IG ICT – Ferrari im Stau - Status Arbeitsprogramm 2016 und Ausblick Baustellen 2017
    Andrea C. Mazzocco, Präsident IG ICT
  • LoRaWAN- Technologie für eine smarte Stadt? - Pilotprojekte in der Stadt Zürich mit kurzer Demo 
    Simon Kuhn, Leiter Network and Operation, EWZ
  • Smart Parking - Schrittweise die Chancen neuer Technologien nutzen
    Dr. Alexandra Collm, Swisscom Enterprise Customers, New Business Accelerator
    Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau, Stadt Lenzburg
  • Gerüstet für die Digitale Verwaltung - Strategie für Clients in der Stadt Zürich
    Felix Jetzer, Hauptabteilungsleiter Workplace, OIZ, Stadt Zürich, Vorstand IG ICT
  • Vergabe ‚IG ICT-Preis 2016’ ‚eGovernment-Lösung’
  • Informatiksicherheitsverordnung v3 - Wo sind die Gemeinden betroffen?
    Renzo Mühlebach, Informatik-Sicherheitsbeauftragter, KITT GS
  • IG ICT – neue Website - Funktionen und Inhalte
    Andrea C. Mazzocco, Präsident IG ICT
  • Ihre Fragen zu den Referaten
Der Fachteil wurde durch einen Apéro abgerundet, damit auch der Informationsaustausch nicht zu kurz kommt. Die IG ICT dankt der Gemeinde Wallisellen für die grosszügige Übernahme der Apérokosten!

Gemeinderat Jürg Niederhauser von der Gemeinde Wallisellen stellte mit dem Projekt OSI das Vorhaben des Server-Outsourcings vor. Die Treiber für das Vorhaben sind die ständig wachsenden Anforderungen an den Informatikbetrieb, die zunehmende Komplexität der Infrastruktur und die grosse Anzahl an Fachanwendungen. Er stellte den Sollzusand der Infrastruktur mit einer Abgrenzung der neuen Verantwortlichkeiten der Gemeinde und den Leistungserbringern vor und nannte die Erfolgsfaktoren im Projekt: Projektorganisation, Planung inklusive Testbetrieb, engagiertes Team und gute externe Beratung bei Rechts-, Submissions- und Vertragsfragen.

Simon Kuhn, Leiter Network and Operation bei der EWZ orientierte uns im Referat LoRaWAN- Technologie für eine smarte Stadt? über die Pilotprojekte in der Stadt Zürich. Die herkömmlichen Technologien haben den Nachteil, dass sie zuviel Energie für die Übermittlung der Daten aufwenden oder durch drahtgebundene Infrastrukturen aufwendig vernetzt sein müssen. Bei LoRa werden nur sporadisch kleinere Datenpakete wie zum Beispiel Messtände, Zustandsmeldungen oder GPS-Positionen übermittelt. Uses Cases sind Objekt-Tracking (Ort und Ladestand von E-Bikes), Smart Lightning (Steuerung von Leuchten) oder Messen von Energie-Zählerwerten oder Wasserpegeln. Er stellte den technischen Aufbau und die Standorte des Pilotprojekts der EWZ und der Stadt Zürich (OIZ) vor. Eine Marktübersicht mit den klassischen Playern und den Newcomern im LoRa-Markt hat das interessante Referat abgeschlossen.

Dr. Alexandra Collm, Swisscom Enterprise Customers und Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau der Stadt Lenzburg stellten nach einer Einführung in das Low Power Network in der Schweiz die Lösung der Stadt Lenzburg im Parkplatzmanagement vor. Verschiedene Akteure von der Verwaltung über die Polizei bis zum Autofahrer erhalten aufgrund der erfassten Sensordaten Informationen, um die Parkplätze korrekt zu nutzen oder eine freien Parkplatz in der Stadt zu finden. Die Smart City ist in Lenzburg bereits ein Stück Realität - weitere Projekte werden folgen.

Felix Jetzer, Hauptabteilungsleiter Workplace der OIZ Stadt Zürich und Vorstandsmitglied IG ICT gab den Teilnehmenden unter dem Titel Gerüstet für die Digitale Verwaltung - Strategie für Clients in der Stadt Zürich Einblick in den Arbeitsplatz der Zukunft bei der OIZ. Auch bei der Stadt Zürich führt der technische und demografische Wandel zu veränderten Arbeitsformen. Sichworte dazu sind flexibler Arbeitsplatz, digitale Akten, BYOD oder UCC. In der näheren Zukunft wird sich folgendes ändern:
- Klassische Telefonie wird durch UCC ersetzt
- Papier und Geschäftsprozesse werden digitalisiert
- Der mobil-flexibele Arbeitsplatz wird erweitert und für eine grössere Anzahl von Mitarbeitern möglich
Die Stadt Zürich wird für die Benützenden mit BYOD 2 Lösungen anbieten - 1. Züri VDI mit CItrix und 2. Züri Access mit einer Enterprise Mobile Management Lösung. Felix Jetzer stellt den Städtischen IT-Büroarbeitsplatz SIBAP III in 4 Ausprägungen vor - davon sind 3 virtuell. Der Setup für den Arbeitsplatz der nahen Zukunft gibt folgende Rahmenbedingungen vor: Windows10, Office 2016 32 Bit, UEFI statt BIOS, Windows-APP Store und Built-In Consumer APPs (wie Money, Movie & TV, News, People, Sports und Xbox) sind deaktiviert.

Renzo Mühlebach, Informatik-Sicherheitsbeauftragte des Kanton Zürich ging der Frage nach: Informatiksicherheitsverordnung v3 - Wo sind die Gemeinden betroffen?
Die Zusammenführung mit der informationsverwaltungsverordnung IVV zur Verordnung über die Informationsverwaltung und -Sicherheit VO IVS reduziert die bisherigen Vorgaben der ISV auf wenige Punkte. Er stellt das Informationssicherheitsmanagement ISMS für den Kanton Zürich vor. Die Ausarbeitung von Musterrichtlinien (Policies) nach ISO/IEC 27001 werden aufgenommen und den interessierten Gemeinden zur Verfügung gestellt. Der Kanton wird den Gemeinden auch Werkzeuge zur Risikobeurteilung, Inventarisierung und Benutzersensibilisierung bereitstellen. Die IG ICT freut sich auf eine intensive Zusammenarbeit bei den Richtlinien und bedankt sich bei Renzo Mühlebach für den künftigen Einsatz auch für die Gemeinden.

Die Folien finden Sie wie immer für Mitglieder im Downloadbereich unter
http://www.igict.ch/ig-ict/dokumente/category/63-2016

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Tags: 2016

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